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Stimmen zum Studienbuch:
Zunächst hatte ich Bedenken, ob ich
als
Sozialwissenschaftlerin die Richtige bin, ein Studienbuch
„Feministische
Rechtswissenschaft“ zu besprechen. Zwar kenne ich viele engagierte
feministische Juristinnen, mit denen ich auf Augenhöhe diskutiere;
dachte aber,
bei einem Lehrbuch fehlten mir wohl doch die einschlägigen
Kriterien zur
Begutachtung. Nach der Lektüre bin ich eines Besseren belehrt. Mit
zunehmender
Begeisterung las ich dieses Studienbuch. "
Dr.
Barbara Stiegler
"Es handelt sich bei
dem Sammelband ebenso um ein exzellent konzipiertes und am Thema
durchstrukturiertes Werk, mit dem anspruchsvolle, detailreiche und
umfassende Vertiefungslektüre
aus allen wissenschaftlichen Disziplinen geboten wird. Hinzu kommt
Folgendes: Bei der Lektüre
vermitteln sich die einzelnen Abschnitte als authentische
persönliche
Beiträge und
gleichzeitig als Teile einer einheitlichen Konzeption, die getragen
wird vom
spürbaren Engagement der Autorinnen und der Autoren sowie von
deren kritischer
Einsicht, dass die Lebenswirklichkeit von Frauen ganz unterschiedliche
Ebenen
des Rechts berührt und dass freiheitliche Rechtsverhältnisse
den Blick schärfen
für Gerechtigkeitsprobleme im Zusammenhang mit
Geschlechterverhältnissen.
Die Kritische Feministische Rechtswissenschaft bewegt sich! Und das ist
auch
gut so!"
Prof. Dr. Regina Harzer
"So etwas gab es bisher für
den deutschsprachigen Raum noch nicht. Mit dem Studienbuch
„Feministische
Rechtswissenschaft“ wird eine sehr engagierte und umfassende
Einführung in die
historischen und theoretischen Grundlagen einer feministischen
Rechtswissenschaft vorgelegt. Ein Buch für alle JuristInnen und
NichtjuristInnen, die sich mit Feminismus auseinandersetzen, oder damit
beginnen wollen."
Antje
Asmus
"Das Studienbuch, das als erstes seiner
Art in
Deutschland gelten darf, ist umfassend angelegt und gibt Einblick in
eine
Vielzahl von Rechtsmaterien. Die einzelnen Beiträge verarbeiten
durchwegs eine
imponierende Fülle von Material aus den Bereichen der
Rechtswissenschaften
ebenso wie der politischen Philosophie oder feministischen Theorie. Ein
besonderer Bonus ist die vorzügliche Auswahlbibliographie. Gut
gelungen ist der
Spagat zwischen hohem wissenschaftlichem Niveau und Vermittelbarkeit
auch für
ein nichtjuristisches Publikum. Das ist ein großes Verdienst,
haben doch feministische
Rechtswissenschaften respektive Legal Gender Studies im Konzert der
allgemeinen, zumeist sozial- und kulturwissenschaftlichen Gender
Studies keinen
ganz leichten Stand. Denn das Recht wird häufig als
Herrschaftsdiskurs
abgestempelt; im Hintergrund steht dabei, so mein Eindruck, ein
unterkomplexes
Verständnis von Recht, das stark auf dessen strafenden Aspekt
fokussiert und
die vielfältigen Schichten des Rechts, auch die
Möglichkeiten, die es für
feministische Anliegen eröffnet, voreilig auf die Seite schiebt.
Das wird nach
Lektüre des Studienbuchs wohl nicht mehr möglich sein."
Ass.-Prof.
Dr. Elisabeth Holzleithner
"Zu Beginn der Beschäftigung mit feministischer Rechtswissenschaft
stellt
sich angesichts des komplexen Feldes oft die Frage: Wo fange ich an zu
lesen?
Gerade weil es weder ›die‹ feministische Rechtswissenschaft noch ›den‹
Feminismus gibt, ist das Bedürfnis nach Einführung und
Überblick ebenso groß
wie die Schwierigkeit, so etwas zu schreiben ohne das Gefühl, in
der Auswahl
und Reduktion immer genau das Entscheidende zu verfehlen. Die
Herausgeberinnen Lena Foljanty und Ulrike Lembke haben mit ihren
AutorInnen ein
Studienbuch verfasst, das sich mutig dieser Aufgabe stellt.
Das Studienbuch löst seine Absicht, einen »Überblick
über mögliche
Fragestellungen und Themen zu geben« (S. 247), bravourös
ein. »Wo fange ich an
zu lesen?« werde ich jedenfalls in Zukunft nicht mehr nur mit
einem nebulösen
»Wenn Du viel Zeit hast, ist es eigentlich egal, wo Du
anfängst. Aber …«,
sondern auch einfach mit einem kurzen Hinweis beantworten können: Lena
Foljanty/Ulrike
Lembke (Hrsg.): Feministische
Rechtswissenschaft. Ein Studienbuch. Ein Studienbuch. Nomos 2006."
Anne
Koch-Rein
"Dieses Studienbuch ist ein Beweis, dass
Feminismus und Gender Studies trotz allem dauerhafte Wurzeln geschlagen
haben,
sogar in der Rechtswissenschaft. Nach wie vor gehört
„Feministische
Rechtswissenschaft“ nicht zum Mainstream und ist nicht angemessen
institutionalisiert, der Titel einer Veranstaltung zur Vorstellung
dieses
Buches sprach daher auch von „unerkannter Excellenz“. Umso
bemerkenswerter ist
es, dass hier junge und „unverbrauchte“ NachwuchsjuristInnen
für ihresgleichen
und die nachrückenden Studierenden aus einer kritischen Sicht auf
das Recht und
die Rechtswissenschaft schauen.
Von einer Fülle „kritischer Anfragen“ an das geltende Recht und
die Mainstream-Rechtswissenschaft
zeugen die inhaltlichen Kapitel, die wesentliche gesellschaftliche
Rechtssituationen
von Frauen und Männern beschreiben und unter den Gesichtspunkten
von
Herrschaft, Dominanz, Diskriminierung und Heteronormativität
analysieren."
Dr.
Sabine Berghahn
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